Modul 9a – Qualität

  
 Qualitätsnormen
minimieren
Ein Ausbilder soll die Leistungen seiner Auszubildenden nicht zufällig, sondern auf der Grundlage von Qualitätsnormen beurteilen können.

In den einzelnen Branchen gibt es eigene Qualitätsnormen. Zum Beispiel müssen Auszubildende der Gastronomie den korrekten Umgang mit Lebensmitteln kennen, die Zerkleinerung großer Portionen beherrschen oder verschiedene Lebensmittel korrekt lagern können.

In den Betrieben gibt es darüber hinaus eigene Normen. Diese können entweder klar definiert sein oder stillschweigend vorausgesetzt werden. Dies kann zum Beispiel der Einsatz von nach ökologischen Standards gewonnenen Rohwaren sein.

Qualitätsnormen bestehen also aus:
  • branchenspezifischen Standards und Normen
  • betriebsspezifischen Qualitätsnormen
Qualitätsnormen umfassen sowohl fachliche Standards als auch „Soft Skills“, also zum Beispiel Regeln, wie mit Kunden und Kollegen umgegangen werden sollte.

Qualitätsnormen sind Teil der Berufsausbildungen. Sie sind in der einschlägigen Verordnung als Zielbeschreibungen formuliert.
  • Welche Qualitätsnormen gelten in Ihrem Betrieb?
  • Wie deutlich sind diese für den Auszubildenden?
  • Wie teilen Sie diese Qualitätsnormen dem Auszubildenden mit?
  • Wie beurteilen Sie die Leistungen des Auszubildenden anhand Ihrer Qualitätsnormen?
  
 Fachliche Standards
minimieren
Fachliche Standards beziehen sich auf die Gesetzgebung sowie Anforderungen der Kunden und Lieferanten. Fachliche Standards sind daher von Branche zu Branche unterschiedlich und regeln zum Beispiel:
  • Geschwindigkeit
  • Stärke und Haltbarkeit
  • Präzision
  • Geschmack
  • Sicherheit
  • Service
  • sprachliche Fertigkeiten
  • Design
Welche fachlichen Standards gelten bei Ihnen?
  
 Betriebliche Standards
minimieren
Die Qualitätsziele des Unternehmens sind oft eng mit den Werten des Unternehmens verbunden.

Das Unternehmen hat zum Beispiel Qualitätsnormen für Lieferzeiten an einen Kunden, für Bearbeitungszeiten einer Kundenanfrage, für die Anzahl der Reklamationen innerhalb eines Jahres usw.
  • Sind Ihre betrieblichen Standards klar formuliert?
  • Wie teilen Sie diese auf überzeugende Art dem Auszubildenden mit?
  • Wie beurteilen Sie den Auszubildenden auf Basis Ihrer Standards?
  
 Standards für „Soft Skills“
minimieren
In Unternehmen spielen die persönlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen – also die Soft Skills – eine immer größere Rolle. Diese sind im Großen und Ganzen von dem jeweiligen fachlichen Standards unabhängig.

Zu den Soft Skills zählen zum Beispiel:
  • Verlässlichkeit
  • Kreativität
  • Neues andenken können
  • Flexibilität
  • Ausdauer
  • kommunikative Fähigkeiten
  • Initiativen ergreifen können
  • Anpassungsfähigkeit
  Auch die bevorzugten Soft Skills sind stark branchenabhängig.
  • Was ist bei Ihnen wichtig?
  • Wie messen Sie die Standards bei den Soft Skills?
  
 Schulische und betriebliche Ausbildungsziele
minimieren
Als Ausbilder tragen Sie auch Verantwortung dafür, kontrollieren und dokumentieren zu können, dass der Auszubildende die Ausbildungsziele erreicht hat, zu denen Ihr Betrieb verpflichtet ist.

Es dreht sich nicht nur darum, die jeweiligen betrieblichen Ausbildungsziele im Ausbildungsnachweis des Auszubildenden "abzuhaken".

Der Auszubildende sollte auch in Bezug auf die Qualitätsnormen, die Ihr Unternehmen hat, beurteilt werden.

Wie kommen Ihre Qualitätsanforderungen in den Ausbildungsnachweisen oder der Abschlussprüfung zum Ausdruck?

Beispiel
Der Auszubildende kann, unter Anwendung manueller und maschineller Arbeitsmethoden, eigenständig einen Produktionsablauf planen und durchführen sowie die Qualitätskontrolle in der Produktion steuern.

9 – Beurteilungen

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