Module 8d - Ein positives Arbeitsklima

  
 Was ist ein positives Arbeitsklima?
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Das Arbeitsklima übt einen großen Einfluss auf die
Geschäftsergebnisse aus, wobei für das Arbeitsklima der direkte Vorgesetzte verantwortlich ist. Die drei Komponenten Spaß, Flexibilität und Stolz tragen dazu bei, dass Bindung und Leistung entstehen können.

Für Spaß sorgen ein warmes Klima, gute Beziehungen zu Kollegen und dem unmittelbaren Vorgesetzten. Flexibilität wird durch Arbeitsbedingungen geschaffen, die den Mitarbeitern entsprechen, sowie durch eine geringe Regelungsdichte. Stolz bezieht sich auf die Arbeitsleistung, Produkte, die Dienstleistung, das Klima und die Ergebnisse.

Wenn vorgesehene Entscheidungen oder getroffene Maßnahmen bei einzelnen Mitarbeitern, einzelnen Gruppen oder sogar bei der ganzen Belegschaft auf diffuse Ablehnung und nicht unmittelbare nachvollziehbare Bedenken stoßen oder durch passives Verhalten unterlaufen werden, kann von einem Widerstand gesprochen werden.

Der Entscheider kann Zweifel am grundsätzlichen Gelingen des Vorhabens, an der Kompetenz derjenigen, die es umsetzen sollen, oder hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses haben. Beteiligte könnten Zweifel an der Umsetzbarkeit der ermittelten Pläne haben, oder sie haben Angst vor Überforderung oder befürchten einen Einflussverlust. Bei den Betroffenen kann ein Gefühl des Ausgeliefertseins entstehen, Zweifel an ausreichender Interessenberücksichtigung, sie könnten keinerlei Verständnis für die Veränderung aufbringen, Angst vor dem Unbekannten und vor Überforderung bzw. mangelndes Know-how haben. So werden Veränderungsprozesse erst spät von einer Mehrheit der Mitarbeiter getragen. Viele Mitarbeiter warten erst einmal ab und beteiligen sich zueinem späteren Zeitpunkt.

Bei Veränderungen gibt es verschiedene Gruppierungen, die sich als Bremser, Widerständler, Unterstützer und Skeptiker unterscheiden lassen. Die Überzeugung der Bremser und Skeptiker ist am einfachsten, da deren Hintergründe durch Argumente schnell beseitigt werden können.

Zwischen der Information von Mitarbeitern und einer Handlung liegen die Verarbeitungsstufen Wahrnehmung, Entscheidung und Aktivierung, die in dieser Reihenfolge eingehalten werden sollen. Vor allem ist es wichtig, dass Informationen fließen, bevor die Mitarbeiter anfangen zu fragen. Als Grundhaltung im Umgang mit Widerstand sind einige Punkte zu beachten:
  • persönliche Kommunikation ist besser als schriftliche Kommunikation.
  • nicht erklären, sondern verstehen wollen
  • nicht argumentieren und überzeugen, sondern zuhören
  • nachfragen, um genauer zu verstehen
  • Aussagen des anderen mit eigenen Worten wiedergeben
  • ohne lange Umschweife zur Sache kommen
  • die Wahrheit sagen, ohne Dramatisierung und ohne Verharmlosung
  • keine Beschwichtigungen

8 – Sicherheit und Betriebsklima

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