Modul 8c – Sicherheit für Außenstehende

  
 Wer sind Außenstehende?
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Durch unsere Arbeit können wir andere in Gefahr bringen – auch wenn wir versuchen, dies zu vermeiden.

Dies können Kunden, Lieferanten oder Besucher sein, die in den Betrieb kommen. Oder völlig unbeteiligte Personen, denen wir durch unsere Arbeit im öffentlichen Raum begegnen.

Unser Arbeitsalltag wird immer technologischer geprägt und komplexer. Andere Gefahrenmomente als die allgemein bekannten können zum Beispiel entstehen:
  • im Verkehr, der sich buchstäblich rasend entwickelt,
  • im Baubereich, in dem alles ständig schneller gehen soll,
  • in der Gastronomie, in der laufend neue Rohwaren hinzukommen.
Die Branchenorganisationen nehmen Untersuchungen vor, entwickeln Verhaltensregeln und initiieren neue Sicherheitstechnologien – alles neue Bereiche, in denen der Auszubildende von Ihnen ausgebildet werden muss!
  
 Anti-Terror-Maßnahmen
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Im Laufe der letzten Jahre sind neue Bedrohungen entstanden: Besonders einige Unternehmen sind in die denkbare Zielgruppe für Terrorangriffe gerückt. Daher sind hier Schutzmaßnahmen gegen Terror erarbeitet worden.

Typischerweise agieren diese Unternehmen an Verkehrsknotenpunkten wie Häfen, Flughäfen, U-Bahn-Stationen, oder es handelt sich um große Unternehmen, die zum Beispiel mit der Rüstungsproduktion ihr Geld verdienen.
  • Gibt es in Ihrem Betrieb direkte oder indirekte Berührung mit Schutzmaßnahmen gegen Terror?
  • Gibt es Abläufe, die Sie dem Auszubildende erläutern oder die Sie ihn üben lassen sollten?
  
 Datenschutz
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Die Grundprinzipien des Datenschutzes werden
aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und aus der Charta der Grundrechte der Europäischen Union abgeleitet. Im Grundgesetz sind die Würde des Menschen und das Persönlichkeitsrecht verankert. Darauf basiert das Recht auf informelle Selbstbestimmung. Jeder Bürger hat grundsätzlich das Recht, über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.

Die rechtlichen Regelungen zum Datenschutz sind notwendig, weil mit der modernen Informations- und Kommunikationstechnik immer größere Datenmengen erfasst, gespeichert, verarbeitet und verknüpft werden können. Die Betroffenen müssen vor dem Missbrauch dieser Daten geschützt werden. Der Datenschutz dient also in erster Linie dem Schutz der Persönlichkeit und nicht dem Schutz der Daten.

Die weitreichendste Bedeutung kommt aus zwei Gründen dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zu:
  • Das Bundesdatenschutzgesetz regelt den Datenschutz im Bereich der öffentlichen Verwaltung für Behörden und sonstigen Stellen des Bundes und – soweit die Länder Bundesrecht ausführen – für die entsprechenden Stellen der Länder.
  • Das Bundesdatenschutzgesetz gilt grundsätzlich auch für alle privatrechtlichen Unternehmen, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden.
  
 Sicherheit für Kunden und Lieferanten
minimieren
Ihr Sicherheitsbeauftragter (für den Bereich Arbeitsschutz) und Ihr Werksschutz sind vermutlich in die Entwicklung der Regeln und Sicherheitsprozeduren für Ihre Kunden und Lieferantenbesuche einbezogen.

Gegebenenfalls kommen noch weitere Beauftragte im Bereich des Umwelt- und des Datenschutzes hinzu.
  • Erklären Sie dem Azubi den Hintergrund der Vorschriften.
  • Händigen Sie ihm die Vorschriften aus.
  • Beschreiben Sie die Schutzausrüstung und die Kontrollmaßnahmen, die von Kunden, und Lieferanten angewandt werden sollen.
  
 Sicherheit für Unbeteiligte
minimieren
Die meisten Menschen können es nicht verhindern, dass sie von der Arbeit anderer betroffen und vielleicht auch in Gefahr gebracht werden können.

Zum Beispiel müssen wir uns in der Öffentlichkeit bewegen, wenn wir als Handwerker zu einem Kunden oder als Fahrer gefährliche Güter transportieren müssen.

In allen Branchen wird versucht, Außenstehende nicht zu belästigen oder zu gefährden. Dazu trägt zum Beispiel bei:
  • verantwortliches Verhalten im Verkehr
  • verantwortliche Handhabung von gefährlichen Gütern
  • ordnungsgemäßer Umgang mit Abfall
  • verantwortlicher Einkauf von Rohwaren
  • der Grundsatz "Sicherheit geht vor Geschwindigkeit"
Auch bei Ihnen gibt es bestimmt ethische Regeln. Ihre Branchenorganisationen helfen sicherlich gerne mit Auskünften und weiteren Materialien

8 – Sicherheit und Betriebsklima

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