Modul 7b – Die Kollegen

  
 Der Workflow im Unternehmen
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Manche Arbeitsgänge in einem Unternehmen sind individuell ausgerichtet. Andere können nicht von Einzelpersonen ausgeführt werden – hier muss mehr als ein Paar Hände anpacken.

Fast jede Arbeit ist jedoch davon abhängig, dass Kollegen oder Partner sie vorbereiten, unterstützen und weiterverfolgen.
  • Haben Sie dem Auszubildenden die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen erklärt?
  • Haben Sie den Auszubildenden mit seinen Bezugspersonen bekannt gemacht?
  • Haben Sie den Auszubildenden darüber informiert, worauf seine Bezugspersonen Wert legen?
  
 Die Einstellung zur Zusammenarbeit
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Sie haben Ihrem Auszubildenden die Werte Ihres Unternehmens vermittelt. Diese beinhalten oft auch die Haltung zur Zusammenarbeit mit Kollegen und zwischen Abteilungen:
  • Wie helfen Sie einander im Arbeitsalltag?
  • Wie greifen Sie ein, wenn es Probleme gibt?
Dies können fachliche Fragen sein, aber auch persönliche Bereiche, in denen ein Kollege Unterstützung braucht.

Fragen Sie Ihren Auszubildenden, wie er meint, zu einer guten Zusammenarbeit beitragen zu können!

Beispiel Hotel Koldingfjord, Kolding (Dänemark)
Im Hotel Koldingfjord hat man die Mitarbeiter gebeten, selbst Werte und Regeln zum Umgang miteinander zu erstellen, und zwar:
  • zur Zusammenarbeit in den Abteilungen
  • zur Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen
Die Regeln basieren darauf, dass das Hotel ein kommerzieller Betrieb ist, der von seinen Kunden lebt. Daher haben die Mitarbeiter das gemeinsame Ziel, das Beste für ihre Kunden zu tun.

Gleichzeitig sollen die Mitarbeiter sowohl mit ihrem Arbeitsplatz als auch dem Verhältnis zu ihren Kollegen zufrieden sein.
  
 Probleme bei der Zusammenarbeit und Konfliktvorbeugung
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Menschen sind verschieden und haben unterschiedliche Meinungen, wie eine Aufgabe erledigt werden, wie man sich anderen gegenüber benehmen oder wie ein neues Projekt angegangen werden sollte.

Wenn verschiedene Personen zusammenarbeiten, werden früher oder später Unstimmigkeiten oder sogar Konflikte entstehen.

Alle tragen Verantwortung dafür, dass ein Konflikt sich nicht entwickelt und nicht eskaliert.
  • Wie können Sie als Ausbilder dazu beitragen, Unstimmigkeiten vorzubeugen oder einen Konflikt zu lösen?
  • Was kann Ihr Auszubildender tun?
Beispiel Transportunternehmen Frode Laursen A/S, Hinnerup (Dänemark), Aussage des Terminalleiters
Der Terminalleiter Jan ist gleichzeitig der Ausbildungsleiter für die Auszubildenden im Lagerbereich. Er versucht, Konflikte zu identifizieren, bevor sie eskalieren: "Es braut sich etwas zusammen, wenn die Leute in den Ecken herumstehen und auf eine bestimmte Weise miteinander reden." Dann greift Jan das Thema in einer außerordentlichen Besprechung auf. Denn: "So etwas muss gestoppt werden, bevor es sich in eine falsche Richtung entwickelt und eine Eigendynamik bekommt."

In diesen Besprechungen wird festgestellt, womit die Leute unzufrieden sind. Gemeinsam sucht man nach Lösungen. Denn alle tragen Verantwortung!
  
 Fachübergreifende Zusammenarbeit
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Die meisten von uns sind innerhalb bestimmter Fachbereiche ausgebildet worden. Traditionell gab es früher scharfe fachliche Abgrenzungen.

Heutzutage erwarten Kunden jedoch schnellen Service und Flexibilität.

Daher verwischen die Fachgrenzen tendenziell mehr und mehr. Die Jobs oder sogar Branchen gehen immer mehr ineinander über. Wir bewegen uns mehr in anderen Fachbereichen, und andere werden auf unseren ursprünglichen Fachgebieten aktiv.

Einige Betriebe organisieren bewusst die fachübergreifende Zusammenarbeit:
  • Sie holen Kollegen aus anderen Abteilungen als Berater.
  • Sie gestalten die betriebsinterne Ausbildung abteilungsübergreifend.
  • Es werden fachübergreifende Projektgruppen für die Erarbeitung größerer Angebote gebildet.
  • Auszubildende werden in andere Abteilungen geschickt, um das gegenseitige Verständnis zu entwickeln und zu fördern.

7 – Zusammenarbeiten

 
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