Modul 4d – Ausbildungsunterlagen

  
 Unterrichtsmaterial, Fachzeitschriften und Websites
minimieren

Auf dem Markt gibt es wichtige Unterlagen für den Einsatz in der Ausbildung:

  • Lehrbücher
  • CDs mit Informationen, Animationen oder Selbsttests
  • Filme
  • internationale oder ausländische Materialien

Der Auszubildende sollte Betrieb und Berufsschule als Einheit erleben. Daher ist es wichtig, dass Sie als Ausbilder die Unterrichtsmaterialien der Berufsschule kennen. Auf diese Weise halten Sie auch Ihre Fachkenntnisse up to date.

Neben der Berufsschule bieten auch Verbände oder die Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern verschiedene Materialien an. Außerdem hat jede Berufssparte ihre eigenen Fachzeitschriften, Newsletter oder Internetseiten und -foren. Die Zeitschriften können über Berufsverbände oder ähnliche Organisationen bezogen werden.

Bereiten Sie für Ihren Auszubildenden eine Liste mit den wichtigsten Zeitschriften und Internetseiten vor und machen Sie diese im Betrieb zugänglich.

  
 Firmenprofile und Handbücher
minimieren

In Ihrem Betrieb befinden sich noch mehr Materialien, die Sie für die Ausbildung nutzen können:

  • Firmenpräsentationen
  • Preislisten, Angebote und Produktbeschreibungen
  • Handbücher

Sammeln Sie geeignete Materialien und setzen Sie sie systematisch ein. Sorgen Sie für einen Ort, an dem all dies zu finden ist, zum Beispiel in einem "Ausbildungsregal". Während der Orientierungsphase kann der Auszubildende viel lernen, wenn Sie ihn eine eigene Präsentation über Ihren Betrieb vorbereiten lassen.

  
 Materialien von Zulieferern
minimieren

Zulieferer und Produzenten verfügen oft über nützliche Broschüren für ihre Kunden:

  • Handbücher und detaillierte Produktbeschreibungen
  • Diagramme
  • Produktmodelle
  • Forschungsergebnisse

Viele dieser Materialien können Sie für die Ausbildung nutzen. Aber denken Sie daran, dass die Materialien dem Marketing oder Verkauf dienen und daher nicht immer objektiv sind!

  
 3-D-Modelle und Zeichnungen
minimieren
Dreidimensionale Modelle oder Zeichnungen werden häufig genutzt, um Insiderinformationen zu erhalten. Das Ziel ist,
  • nicht zugängliche Bereiche sichtbar zu machen,
  • sich eine Übersicht zu verschaffen und ein Gesamtverständnis zu vermitteln,
  • Fachterminologien verständlich zu machen.
3-D-Modelle können rein visuell oder auch interaktiv sein.

Beispiele:
Die Grafik zeigt korrektes und falsches Schweißen. Technische Zeichnungen werden häufig genutzt, um Theorie und Praxis zu verbinden. Diese Zeichnungen sind entweder detailgetreu oder auch vereinfacht.

In der Automobilbranche werden häufig Querschnitte von Motoren oder Motorteilen genutzt. Seit vielen Jahren werden in Gesundheitsberufen Modelle des menschlichen Körpers genutzt, die man leicht in Einzelteile zerlegen und wieder zusammensetzen kann.

Bedenken Sie aber:
Der Auszubildende hat einen Arbeitsprozess nicht notwendigerweise schon durchdrungen, nur weil er sich ein Modell oder eine Zeichnung angesehen hat.
  
 Animationen
minimieren
Die Computeranimation ist heute ein weit verbreitetes Mittel im Ausbildungsprozess. Sie kann vor allem verdeckte Vorgänge visualisieren.

Durch interaktive Animationen können Benutzer Arbeitsprozesse einüben und sich ein umfassendes Verständnis des Vorgangs aneignen.

Es gibt verschiedene private und öffentliche Anbieter zur Animationserstellung, wie zum Beispiel www.christiani.de oder www.foraus.de

Beispiel aus dem Maschinenbau
Der Komponentenproduzent Bosch stellt Animationen her und vertreibt Sie auf CD-ROMs. So wird auf unterhaltsame Weise beispielsweise die genaue Funktion eines Dieselmotors veranschaulicht – und der Nutzer kann sich genaues Wissen über jedes gewünschte Detail verschaffen.
  
 Simulatoren
minimieren
Nicht nur Piloten oder Astronauten werden mittels Simulatoren ausgebildet.

Simulatoren in Originalgröße sind natürlich teure Ausbildungsgeräte. Aber manche Fähigkeiten können ohne Simulator nicht vermittelt werden, denn die richtigen Maschinen oder Materialien sind extrem teuer oder auch gefährlich.

Die moderne Computertechnik hat eine Menge virtueller Simulatoren hervorgebracht. So können beispielsweise Busfahrer in einer richtigen Fahrerkabine, die an
einen Computer angeschlossen ist, ausgebildet werden.

4 – Der Ausbilder

anmelden