Modul 4a – Betriebliche Ausbildung

  
 Arbeitsplatz vs. Schule
minimieren
Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem Ausbildungsplatz – dem Betrieb – und dem Ort für Bildung – der Schule.

Die wichtigste Aufgabe der Schule ist, die besten Voraussetzungen für einen optimalen Lernprozess zu schaffen.

Die wichtigste Aufgabe eines Betriebes ist, seine wirtschaftliche Existenz zu sichern und sich dem Fortschritt anzupassen. Gegenüber wichtigen Arbeitsprozessen oder Produktionsanforderungen kann Ausbildung nicht immer oberste Priorität haben – unabhängig von der grundsätzlichen Einstellung haltung des Betriebes gegenüber Ausbildung.

Die Frage ist also: Wie bringe ich laufende Arbeitsprozesse und eine gründliche Ausbildung am besten zusammen?
  
 Verschiedene Ausbildungsberufe in einem Betrieb
minimieren
Sowohl kleine als auch größere Betriebe können Auszubildende in verschiedenen Berufen haben.

Gibt es in einem Betrieb verschiedene Ausbilder, ist ein Ideen- und Erfahrungsaustausch über die Abteilungen hinweg oft sinnvoll.

Sinnvoll ist auch, wenn die verschiedenen Ausbilder sich gemeinsam in den Methoden der Ausbildung fortbilden.

Trotz der verschiedenen angestrebten Berufe haben alle Auszubildenden etwas gemeinsam: Sie wollen etwas lernen und ihre Ausbildung erfolgreich beenden. Deshalb gibt es in vielen Betrieben gemeinsame Aktivitäten für die Auszubildenden.
  
 Wer ist verantwortlich für die Ausbildung?
minimieren
In kleineren Betrieben sind häufig nur der Chef und eine Fachkraft in den Ausbildungsprozess einbezogen. In größeren Betrieben gibt es oft Ausbildungsbeauftragte oder ganze Abteilungen, die sich ausschließlich mit der Aus- und Weiterbildung des Personals beschäftigen.

Einige große Betriebe schließen auch Kooperationsverträge mit großen Zuliefererfirmen ab, um die Ausbildung vielseitig und umfassend gestalten zu können.

Erstellen Sie eine Liste der Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, die in die Ausbildung miteinbezogen werden sollen:
  • der Ausbildungsbeauftragte
  • ausgebildete Ausbilder/Ausbildungskoordinatoren
  • Fachpersonal
  • Personalchef
  • weitere
Die Liste sollte auch beinhalten, welche Aufgaben der jeweilige Mitarbeiter in Bezug auf die Ausbildung hat.

Beispiel Transportunternehmen Frode Laursen A/S, Hinnerup (Dänemark)
Das Transportunternehmen hat 1000 Mitarbeiter, 250 davon sind Fahrer. Vor etwa einem Jahr wurden Fahrlehrer eingesetzt und dies jetzt evaluiert. Laut einer Mitteilung des Managers ist die Zahl der Ausfälle und Entlassungen seitdem um circa 10 % zurückgegangen. Das zeigt, dass es sich auszahlt, nicht nur Auszubildende durch Fachpersonal unterrichten und weiterbilden zu lassen.
  
 Fortschrittsdiagramme
minimieren
Die Fähigkeiten, die ein Auszubildender erwerben muss, sind in den jeweiligen Ausbildungsordnungen festgeschrieben.

Sie beinhalten:
  • Ziele der Berufsschulausbildung
  • Ziele der praktischen Ausbildung
  • Voraussetzungen und benötigte Inhalte für Zwischen- und Abschlussprüfung
Um den Auszubildenden bestmöglich zu unterstützen, können Fortschrittsdiagramme verwendet werden. Sie sollten nicht nur die Fähigkeiten des Auszubildenden darstellen, sondern auch, wie gut er die Aufgaben ausführt.

4 – Der Ausbilder

anmelden