Modul 3a – Verordnung und Ausbildungsziele

  
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 Ausbildungsordnung und Ausbildungsziele
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Jede Berufsausbildung ist durch eine Verordnung
geregelt. Die Verordnungen setzen die Rahmen sowohl für die betriebliche als auch die schulische Ausbildung.

Die Verordnung soll die Qualität der Ausbildung sichern. Außerdem soll gewährleistet werden, dass die Auszubildenden eine einigermaßen vergleichbare Ausbildung erhalten, wo auch immer im Land sie ausgebildet werden.

Laden Sie Ihre Verordnung unter www.bibb.de herunter oder schauen Sie bei Ihrer zuständigen
Stelle vorbei.

Die Grundsätze der Berufsausbildung und damit die Grundlage für die über 400 Ausbildungsordnungen in Deutschland bildet das Berufsbildungsgesetz (BBiG), das unter www.gesetze-im-internet.de heruntergeladen werden kann.
  
 Lernziele im Betrieb
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In den einschlägigen Verordnungen sind die zu erreichenden Lernziele allgemein im jeweiligen Ausbildungsrahmenplan beschrieben. Sie „übersetzen“ die Richt- und Groblernziele als Ausbilder in Feinlernziele.

Beispiel: Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation/
Kauffrau für Bürokommunikation



  
 Schlüsselqualifikationen
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Früher wurde beschrieben, dass eine Ausbildung zu fachlichen und allgemeinen Qualifikationen führen sollte.

Heute spricht man davon, dass Auszubildende fachliche, soziale, methodische und persönliche Kompetenzen entwickeln sollen. Soziale, methodische und persönliche Kompetenzen werden im Begriff Schlüsselqualifikationen zusammengefasst, weil sie – unabhängig von dem konkreten fachlichen Problem – generelle Lösungsstrategien eröffnen, quasi wie ein Schlüssel, der viele Türen öffnet.

Der Begriff „Kompetenz“ beinhaltet, dass der Auszubildende nicht nur Wissen und Fertigkeiten erlangt, sondern das Gelernte auch in der Praxis anwenden kann – oftmals in Kooperation mit Kollegen oder Kunden. Kompetenz bedeutet nämlich auch, „handeln“ zu können.

Der Auszubildende sollte in seiner Ausbildung eine Entwicklung durchlaufen: Angefangen damit, einfache Aufgaben ausführen zu können (eventuell mit Hilfe), bis hin zu selbstständigem Planen, Ausführen und Kontrollieren größerer, komplizierter Aufgaben. Einige Auszubildende schaffen es sogar, Experten auf manchen Gebieten zu werden.
  
 Ausbildung im Betrieb
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Sowohl Ausbilder als auch Auszubildender sollten einen Überblick über die Ausbildung im Betrieb haben.

Wir empfehlen, den zu erstellenden betrieblichen Ausbildungsplan als Chance zu nutzen, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern.

Dabei sollte bedacht werden:
  • Welche Arbeitsaufgaben sind besonders am Anfang der Ausbildung geeignet?
  • Wäre es eine gute Idee, den Auszubildenden einer bestimmten Abteilung zuzuteilen? Oder wäre es besser, wenn er zwischen den Abteilungen wechselt?
  • Würde es für den Auszubildenden von Vorteil sein, mit einem erfahrenen Auszubildenden zusammenzuarbeiten?
  • Sollte der Auszubildende einer bestimmten ausbildenden Fachkraft zugeordnet werden oder zwischen mehreren wechseln?
Nach jedem schulischen Ausbildungsabschnitt hat der Auszubildende neues Wissen. Fördern Sie dies in der betrieblichen Ausbildung, indem sie ihn praktische Fertigkeiten weiterentwickeln lassen.

"Übung macht den Meister". Ein Anfänger muss die Arbeitsabläufe oft wiederholen, um Routine zu bekommen. Wichtig ist, dass der Auszubildenden einen Überblick darüber bekommt, womit er arbeitet. und was er bei den verschiedenen Arbeitsaufgaben lernt.

Die Arten der Aufgaben müssen darauf abgestimmt werden, was der Auszubildende kann und schafft: nicht zu leicht und nicht zu schwer!

Das Anlernen übernehmen im Arbeitsalltag meistens verschiedene Mitarbeiter und Fachkräfte.

Diese Mitarbeiter sollten das fachliche Niveau des Auszubildenden einschätzen können. Geben Sie dem Auszubildenden entsprechende Herausforderungen:
  • Was kann der Auszubildende schon?
  • Was muss er noch lernen?
  • Was fällt dem Auszubildenden leicht oder schwer?
  • Wann und wie soll er in den Gebrauch von Werkzeug, Methoden usw. eingeführt werden?
  • Wann braucht der Auszubildenden Hilfe? Wann versucht er es selbstständig?
  • Wie soll sein Einsatz beurteilt werden?

3 – Die Berufsausbildung

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