Modul 2e – Die Branche

  
 Auszubildende in der Branche
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Einige Branchen bilden traditionsgemäß viel aus. In anderen Bereichen setzt man erst seit Kurzem Fachkräfte ein, und die Ausbildung ist hier deshalb noch relatives Neuland.

Überall gilt, dass die Anforderungen an Mitarbeiter sich ständig weiterentwickeln. Gründe sind zum Beispiel:
  • neue Technologien
  • neue Märkte und Kundengruppen, auch international
  • neue Sicherheitsvorschriftenwachsende internationale Konkurrenz
  • Wünschen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
All das erfordert Ausbildung!

Beispiel Bauunternehmen Hans Ulrik Jensen A/S
Das Unternehmen aus Auning in Dänemark mit insgesamt 100 Mitarbeitern setzt aktiv auf Ausbildung. Projektleiter Erik Banner meint, dass Auszubildende sogar das fachliche Niveau im Betrieb mit anheben können. Jedem Auszubildenden wird eine Fachkraft oder ein Geselle zugeteilt, teils als Ausbilder, teils als persönlicher Mentor. Diese müssen sich dadurch in die aktuelle Berufsausbildung vertiefen, ihr Wissen aktualisieren und die neuesten Anforderungen der Branche kennen.

Beispiel Bauunternehmen Allan Larsen & Sønner A/S

Hier hat man die Einstellung, dass man das Maurerfach mitprägen soll, indem man ausbildet. Meister Ib Larsen vom Dänischen Bauverband: „Ich möchte gerne andere Betriebe in der Branche anstoßen, die oft nur passiv auf ausgebildete Fachkräfte warten. Wir wollen die Betriebe dazu bewegen, selbst Verantwortung zu übernehmen und Initiative zu zeigen."
  
 Die Arbeitnehmer von morgen
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Wenn man ausbildet, bildet man nicht nur für das eigene Unternehmen aus, sondern für die gesamte Branche.

Die Betriebe einer Branche unterscheiden sich. Sie reichen von Unternehmen mit ein bis fünf Mitarbeitern bis zu internationalen Konzernen. Genau so unterschiedlich sind die Arbeitsaufgaben und Verantwortungsbereiche.
  
 Konjunkturentwicklung
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Ihre Kammer und Branchenverbände verfügen über aktuelle Untersuchungen zur konjunkturellen Entwicklung in Ihrer Branche.

Die konjunkturelle Entwicklung erfolgt nicht gleichmäßig, sondern wellenförmig. Das gilt auch für die Zahl der Beschäftigten. Unter anderem bedingt durch den Altersaufbau der Gesellschaft – es gehen mehr Arbeitnehmer in den Ruhestand als neue auf dem Arbeitsmarkt hinzukommen – ist heute zum Teil schon ein Mangel an Fachkräften zu erkennen, der ein Problem für die Unternehme und die Gesellschaft wird.

Alle Beteiligten müssen versuchen, konkurrenzfähig zu sein und attraktiv für gute Mitarbeiter zu sein – auch in Zukunft!

Als Ausbilder tragen Sie zum Qualitätsprofil Ihres Unternehmens und zu einem guten Betriebsklima bei. Beides fördert die Konkurrenzfähigkeit Ihres Betriebes.
  
 Mitbewerber
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Sie kennen Ihre "schlimmsten" Konkurrenten. Und wissen vermutlich auch, wie es dort läuft.

Ab und an können Konkurrenten jedoch auch die besten Partner werden, zum Beispiel wenn man
  • sich über den gemeinsamen Kauf teurer Maschinen einigen kann,
  • dort kurzfristig Kapazitäten in Anspruch nehmen kann oder Ähnliches.
Erläutern Sie den Auszubildenden den Umgang mit Ihren Konkurrenten. Man trifft sich ja sowieso – auf Messen, auf Seminaren oder in der Berufsschule!
  
 Technologien und Trends
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Einige Branchen haben in den letzten Jahrzehnten technologische Revolutionen durchlaufen.

Denken Sie an völlig neue Materialien, die es erlauben, Produkte auf ganz andere Weise zu produzieren als früher. Im Textilbereich kennt man jetzt zum Beispiel multifunktionale "intelligente Gewebe".

Und keine Branche kommt um den Einzug der Informationstechnologie herum. Fast alle Arbeitsplätze erleben deshalb eine Invasion neuer Ausdrücke, gleich ob technische oder englische Begriffe.
  • Was ist die bedeutsamste Änderung, die Ihre Branche beeinflusst hat?
  • Wie sorgen Sie dafür, an der Entwicklung teilzunehmen?    
Beispiel aus der Gastronomie
Über die letzten zehn bis 20 Jahre hat sich die Branche fundamental verändert. Wenn man von traditionellen Gerichten absieht, haben wir uns von der französischen Küche über etliche andere ethnische Richtungen (italienisch, griechisch, thailändisch, japanisch, ...) zur "Fusionsküche" bewegt, in der man das Beste von allem nimmt. Der neueste Trend ist die molekulare Gastronomie, in der neue, wilde Geschmacksrichtungen entwickelt werden.
  
 Weitere Infos...
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Vermutlich halten Sie sich über die Entwicklungen in Ihrer Branche auf dem Laufenden:
  • durch Fachzeitschriften
  • auf Messen
  • durch unternehmensinterne Besprechungen
  • auf Seminaren von Lieferanten
  • durch Fortbildungskurse
  • durch Untersuchungen und Studien
  • durch die Informationen der Kammern, Branchenverbände und Gewerkschaften
Haben Sie auch Ihre Auszubildenden darüber informiert, wie sie sich orientieren können? Haben Sie ihnen eine Liste mit Internetadressen und Zeitschriften gegeben?

2 – Der Arbeitsplatz

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